Sattelzug im Wald abgerutscht! Navi-Fehler

Datum: 9. Mai 2022 um 9:30
Alarmierungsart: Sirenenalarm, SMS-Alarmierung, Telefon
Dauer: 8 Stunden
Einsatzart: Einsätze  > Technischer Einsatz 
Einsatzort: Kapfenberg
Einsatzleiter: HBI Daniel Pichler
Einheiten und Fahrzeuge:

Weitere Kräfte: Abschleppunternehmen, Bundespolizei, Grundstückseigentümer


Einsatzbericht:

Am 09.05.2022 wurden wir telefonisch informiert dass im Töllergraben, kurz vor einem bekannten Ausflugsgasthaus, ein Sattelzug teilweise vom Weg abgekommen ist und umzustürzen drohte. Nachdem keine Personen in Gefahr waren und auch die Ladung kein Sicherheitsrisiko darstellte wurde eine Besichtigung der Situtation durchgeführt. In Zuge dessen wurde Sirenalarm ausgelöst und ein ortsansässiges Abschleppunternehmen, welches unter anderem auf die Bergung von Lastkraftwagen spezialisiert ist zur Unterstützung angefordert. Der Sattelzug war mit 16 “Bigpacks” mit je 1.500 kg – also 24 Tonnen – beladen!
Um den Sattelaufleger wieder auf den Waldweg zu bekommen wurde entschieden, die Hälfte der Ladung auf einen anderen LKW mittels Ladekran umzuladen.
Die Entladung wurde durch die Seitenwand “paarweise” durchgeführt. Jeweils 2 Bigpacks wurden mit Ketten am Kran befestigt und dann die Begurtung am Aufleger gelöst und entladen.
Die Bergung des Auflegers auf den Weg wurde dann mit Hilfe eines speziell auf LKW Bergung ausgelegten Spezialfahrzeugs durchgeführt. Dafür wurden 2 “Bandschlingen” an der hinteren Achse des Auflegers angeschlagen und über die hintere Kante der Ladefläche geführt. Das doch noch immer beachtliche Gewicht des Auflegers stellte für das “Tweety” genannte Bergefahrzeug keine große Herausforderung dar und nach einigen Minuten stand der Aufleger wieder fast unbeschädigt und “fahrbereit” auf dem Waldweg.

Nun kam der zweite “Akt” der eine große Herausforderung darstellte:
Nachdem es keine Umkehrmöglichkeit für einen Sattelzug im weiteren Straßenverlauf gab, war die einzige mögliche Lösung zurückzuschieben und das mit einem Sattelzug auf einem Waldweg!
Nachdem der Fahrer des Sattelzug’s offensichtlich damit überfordert war, wurde das Manöver dann vom Inhaber des Abschleppunternehmens selbst durchgeführt. Zum Glück gab es ca. 200m entfernt eine Abzweigung in der nach einigen Versuchen, das Wendemanöver durchgeführt werden konnte.
Von dort konnte der Fahrer dann “nach mehren Stunden Pause” um ca. 16:00 Uhr seine Fahrt Richtung Abladestelle bei einem großen Kapfenberger Industrieunternehmen fortsetzen.
Grund übrigens warum er in diese für ihn ausweglose Situation kam war laut Aussage des Fahrers, dass ihn sein Navi auf den Waldweg geschickt hat und er diesem einfach gefolgt sei!

Fotos: FFKP


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