Abschnittsübung: BRANDEINSATZ MIT MENSCHENRETTUNG IM GASTHAUS BERGERBAUER

Datum: 29. Juli 2016 
Alarmzeit: 15:00 Uhr 
Alarmierungsart: Übungsalarm 
Art: Übung  > Abschnittsübung  
Einsatzort: Pumpe 2 am Tunnelportal der S6 
Einsatzleiter: HBI Daniel Pichler 
Mannschaftsstärke: 6 von 90 
Fahrzeuge: LKW-A Parschlug, MTF-A Hafendorf, KLF-A Göritz-Pogier, ASF Böhler, KLF-A Diemlach, KRF-B Hafendorf, TLF-A 3000/200 Hafendorf, und Weitere 
Weitere Kräfte: Polizei, Rettung 


Einsatzbericht:

ABSCHNITTSÜBUNG DES ABSCHNITTES „A06 – UNTERES MÜRZTAL“
Freitag, 29. Juli 2016, 15:00 Uhr

Alarm für die Feuerwehren Kapfenberg-Hafendorf, Kapfenberg Parschlug, KapfenbergStadt, Kapfenberg-Diemlach,  St. Marein i.M., St. Lorenzen i.M., GöritzPogier, Frauenberg und die BTF Böhler

„Brandausbruch im Frühstücksraum – vermisste Personen – Brandübergriff auf Dach“.


Dieses und ähnliche Alarmstichwörter gehören durchaus zu jenen, mit denen unsere Feuerwehren des Öfteren zu kämpfen haben. Die Schwierigkeit an diesem Übungseinsatz war
jedoch die Lage des Brandobjektes: um zum Gasthaus Bergerbauer und den umliegenden Wohnhäusern und Stallungen zu gelangen, müssen rund 140 Höhenmeter über eine enge
Zufahrtsstraße überwunden werden, was im Falle eines Brandeinsatzes ein durchaus schwieriges Unterfangen darstellen kann.
Nach dem Brand des Nachbargebäudes in der Silvesternacht 2014 wurde die außergewöhnliche geografische Lage zum Anlass einer Übung genommen – zwei Jahre zuvor wurde das
Löschwasser mittels Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen zum Brandobjekt transportiert; bei der heurigen Abschnittsübung wurde eine Zubringleitung über den teils sehr steilen Hang
unter Zuhilfenahme von Tragkraftspritzen hergestellt, die aus der Mürz gespeist wurden.
Die Alarmierung erfolgte um 15:00 Uhr, das erstankommende MTF-A Hafendorf stellte die Einsatzleitung und koordinierte die Einsatzkräfte in der Nähe des Brandobjektes. Zeitgleich
wurde eine Einsatzleitung „Tal“ eingerichtet, die die nachkommenden Fahrzeuge lotste und die Zubringleitung und die fünf eingesetzten Tragkraftspritzen per Funk überwachte.
Aufgrund des schwierigen Geländes wurde bei dieser Übung erstmals eine Drohne zur Lageerkundung eingesetzt, die der Einsatzleitung wertvolle Informationen zum Einsatzgeschehen
lieferte.

Das TLF-A Hafendorf übernahm als erstankommendes Löschfahrzeug sofort die Menschenrettung unter schwerem Atemschutz und C-Rohr – das unmittelbar danach
eingetroffene TLF-A 4000 der Feuerwehr Kapfenberg-Stadt stellte einen Rettungstrupp und suchte in weiterer Folge das restliche Gebäudes nach weiteren Personen ab.
Indes stellten die Feuerwehren Hafendorf, Parschlug, St. Marein, Diemlach, St. Lorenzen und Frauenberg die Zubringleitung mithilfe der fünf angeforderten Tragkraftspritzen über insgesamt
1.400 m Schlauchleitung und 140 Höhenmeter her. Bereits 40 Minuten nach Alarmierung konnte beim 1. Rohr „Wasser marsch!“ gegeben werden, das 2. Rohr folgte um 15:54 Uhr. Alle
vermissten Personen wurden gerettet, „Brand aus“ konnte gegen 16:00 Uhr gegeben werden.
Neun Feuerwehren mit rund 90 eingesetzten Einsatzkräften und 14 Fahrzeugen, Polizei und Rotes Kreuz haben bei schweißtreibenden Temperaturen hervorragende Arbeit geleistet.
Besonders jene Einsatzkräfte, die bei der Herstellung der Zubringleitung im Einsatz waren, hatten die wichtigste und gleichzeitig schwierigste Aufgabe der Übung ausgezeichnet umgesetzt.
ABI Robert Kückmaier bedankte sich als Abschnittskommandant und Kommandant der durchführenden Feuerwehr Kapfenberg-Hafendorf für die zahlreiche Teilnahme an der Übung
und lobte die Zusammenarbeit der Feuerwehren und deren schnelles und präzises Arbeiten.
Auch die Übungsbeobachter ABI Jürgen Rachwalik und ABI Leo Mayr zeigten sich mit dem Verlauf der Übung durchaus zufrieden. Mit den Gruß- und Dankesworten von Bürgermeister Ing.
Manfred Wegscheider wurde die Übung geschlossen und die Kameradinnen und Kameraden zum gemütlichen Ausklang bei der FF Kapfenberg-Stadt geladen.
Wir bedanken uns herzlich bei Fam. Haubenwallner, allen Einsatzkräften für die Teilnahme an der Übung, der Feuerwehr Kapfenberg-Stadt für die Zurverfügungstellung der Räumlichkeiten,
dem Team des RK Kapfenberg für die ausgezeichnete Verpflegung, sowie der Stadtgemeinde Kapfenberg und Bürgermeister Ing. Wegscheider!


Bilder und Text „FF Kapfenberg-Hafendorf“

Die FF Kapfenberg-Parschlug war an der „Pumpe 2“ gleich neben dem Tunnelportal der S6 Fahrtrichtung Wien eingesetzt. 6 Mann haben die Verbindung zur Pumpe 1 (FF Kapfenberg-Hafendorf) mit 12 B-Schläuchen hergestellt und nach Zusammenschluß mit den 10 B-Schläuchen der FF Kapfenberg-Hafendorf die Versorgung zur „Pumpe 3“ (FF Kapfenberg-Diemlach) mit der Tragkraftspritze gesichert!

Pumpen und Zubringleitung (1)_001

 

 

 

 

 

Related posts